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Green IT - Teil 2

Als erstes hat mich interessiert, wie viel Strom Standard-Hardware eines SOHO Netzes braucht.
Viele Geräte sind rund um die Uhr eingeschalten bzw. auf Standby, aber auch im ganz ausgeschaltenen Zustand ziehen viele Geräte Strom.

Hier das Ergebnis meiner Messungen:

Gerät Ausgeschalten Eingeschalten
Arbeitsplatz-PC
(DualCore2, 2GB Ram, 2 Festplatten, starke Grafikkarte, 400W Netzteil)
11W 112-160W
TFT-Monitor 19'' 9W 40W
Notebook
(13'', DualCore2, 2GB Ram, LED-Display, 160GB HDD, WLAN eingeschalten)
geladen: 6W geladen: 35W
ladend: 50-60W
Multifunktions Laserdrucker (Brother DCP-8025) 0W 10-20W
während Druck: 300W
alter iMAC G3 20W 120W
Fileserver
(Pentium4, 1GB RAM, 2 Festplatten)
- 90-120W
WLAN Router (Linksys mit Trafo-Netzteil)
Ausschalten gibt es keines - Ausgeschalten bedeutet hier, daß nur das Netzteileingesteckt ist.
9W 9W
Cisco Catalyst 24-port Workgroup Switch - 50W
Kabel-Modem für Breitband-Internet - 11W

Ich habe noch weit mehr Geräte getestet und sehr unterschiedliche Werte herausbekommen. Beispielsweise brauchte ein anderer PC in ausgeschaltenem Zustand 25W!! Die Liste ist sicher auch nicht vollständig in einem typischen Klein-Büro gibt es noch ein paar andere Geräte in der IT-Infrastruktur, die es zu messen gibt - beispielsweise USV-Geräte, NAS, kleinere Drucker, verschiedene Router und Switches, VoIP-Gateways/Telefone, usw.
Das würde aber den Rahmen sprengen - mit den Messungen wollte ich nur ein Gefühl bekommen was die verschiedenen Geräte cirka brauchen.

Ausser Konkurenz noch ein paar Werte:
82cm Röhren TV-Gerät + Digital-Receive => ausgeschalten 30W, eingeschalten 100W
Saeco Espressomaschine => ausgeschalten 0W, eingeschalten 0W, beim aufheizen 100W, beim Kaffee machen 300W. Grosses Lob an Saeco, die Maschiene zieht nur in Aktion Strom.

Etwas überrascht war ich dann doch, daß ein komplett ausgeschalteter PC + TFT-Monitor 20-35W brauchen. Ganz ohne Stromverbrauch geht es seit ATX-Boards nicht mehr. Wenn man kein WOL braucht, hilft nur noch eine abschaltbare Steckerleiste.

Als nächstes gehört definiert, was unser Muster-Netz leisten soll.
Ganz rauswerfen wird man die dicken PCs nicht können, aber je nach Arbeitsplatz kann man viel optimieren. Vor allem aber bei den Komponenten, die in so einem Netz immer eingeschalten sein müssen, kann man den Stromverbrauch drastisch reduzieren.

Fortsetzung folgt ...